Die Realität ist hier und wartet mit ihren Herausforderungen
auf uns.
In einem fernen Dorf, versteckt zwischen Hügeln und dichten
Wäldern, lebten zwei Gruppen von Menschen. Die erste Gruppe bestand aus den
"imaginären Menschen," die ihre Tage damit verbrachten, zu träumen
und fantastische Welten in ihren Köpfen zu erschaffen.
Sie infundierten ihre Vorstellungskraft in die Realität und
verwandelten die bescheidenen Arrangements des Dorfes in strahlende Paläste und
gewöhnliche Wege in Straßen aus brillantem Gold.
Diese Menschen riefen jeden Morgen begeistert: "Heute
werden wir auf Wolkenflügeln fliegen!" oder "Wir werden eine Feier
mit Elfen und Feen im Wald veranstalten!"
Auf der anderen Seite waren die "unglücklichen
Menschen." Sie trugen einen Mantel der Traurigkeit und hielten ihren Blick
gesenkt, verloren in ihren Gedanken, Zweifeln und täglichen Sorgen. Ihr Leben
schien auf den ersten Blick eine Reihe von Unglücken zu sein: die harte Arbeit
auf den Feldern, Mangel an Ressourcen und der unerfüllte Wunsch, der Monotonie
ihrer Tage zu entfliehen.
Aber jeden Sonntag, wenn die Sonne sanfter aufging und die
Vögel melodischer sangen, organisierten die imaginären Menschen ein Treffen.
Sie versammelten ihre Nachbarn im Schatten eines alten
Baumes, wo sie die fantastischsten Abenteuer aus ihrer Vorstellung teilten.
Jedes Mal, wenn ein unglücklicher Mensch sich näherte, luden sie ihn herzlich
ein, sich ihnen anzuschließen, und sagten: "Komm, lass uns gemeinsam
träumen!"
Zunächst waren die unglücklichen Menschen zögerlich.
"Was nützt es zu träumen?" fragten sie sich. "Die Realität ist
hier und wartet mit ihren Herausforderungen auf uns."
Aber allmählich begannen einige von ihnen, sich den Treffen
anzuschließen. Sie entdeckten, dass trotz ihrer Schwierigkeiten die Träume
einen Lichtstrahl in der Dunkelheit ihrer Tage bieten konnten.
Ein Mann begann, Geschichten über Reisen auf tumultuösen
Meeren zu erzählen, während eine Frau ihre Träume in lebhaften Farben malte und
Geschichten von magischen Gärten erzählte, in denen die Blumen nicht nur
blühten, sondern auch sangen.
Mit der Zeit begannen die imaginären Menschen zu erkennen,
dass ihre Träume die Kraft hatten, selbst für einen Moment Schmerz in Schönheit
zu verwandeln. Und die unglücklichen Menschen fanden durch jede Geschichte, die
sie hörten, Freude und Hoffnung.
Eines Tages wurde das Dorf von einem unerwarteten Sturm
überwältigt. Die Dächer der Häuser der imaginären Menschen stürzten ein, und
die Felder der unglücklichen Menschen wurden überflutet. Doch anstatt entmutigt
zu werden, kamen die beiden Gruppen zusammen, um sich gegenseitig zu helfen.
Die imaginären Menschen, mit ihrer überquellenden
Vorstellungskraft, begannen, provisorische Unterkünfte zu malen, während die
unglücklichen Menschen ihre körperliche Stärke einbrachten, und zusammen bauten
sie nicht nur Häuser, sondern auch Brücken der Kommunikation zwischen ihren
Herzen.
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